Von Kopf bis Fuß: Vier Stunden Zeit für sich selbst

Foto(s) von Frank Büschenfeld
Text von Frank Büschenfeld

Von Kopf bis Fuß: Vier Stunden Zeit für sich selbst

Tuina-Selbstmassage mit Monika Gröne in unserem Karate Dojo Bad Salzuflen

Manchmal braucht es gar nicht viel, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Wie das geht, konnten am Samstag, den 10. Oktober, 13 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei unserem Tuina-Workshop mit Monika Gröne erleben.
Nach einer kurzen Begrüßung und einer verständlichen Einführung in die Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin ging es direkt an die Praxis. Beginnend bei den Füßen arbeiteten wir uns Schritt für Schritt bis zum Kopf vor. Dabei kamen verschiedene Massagetechniken wie Drücken, Schieben, Greifen, Reiben und Klopfen zum Einsatz.
Und so mancher entdeckte dabei Körperstellen, die offenbar schon länger auf ein wenig Aufmerksamkeit gewartet hatten. Punkte, deren Empfindlichkeit man vorher gar nicht bewusst wahrgenommen hatte, meldeten sich plötzlich ziemlich deutlich zu Wort.
Monika erklärte anschaulich, welche Meridiane und Funktionskreise mit den verschiedenen Akupressurpunkten in Verbindung gebracht werden. Dabei nahm sie uns aber auch den Anspruch, immer alles ganz genau wissen zu müssen: Man muss nicht jeden Punkt beim Namen kennen. Wenn eine Stelle empfindlich reagiert, darf man ihr Aufmerksamkeit schenken. Durch die verschiedenen, teilweise flächig angewendeten Techniken werden auch die umliegenden Bereiche mit einbezogen.

Weniger ist mehr – und regelmäßig ist besser als perfekt

Das war eine der schönen Erkenntnisse des Workshops. Man muss nicht jedes Mal das komplette Programm absolvieren oder erst eine besondere Wohlfühlatmosphäre schaffen. Schon ein oder zwei Übungen morgens im Bett oder zwischendurch im Alltag können ein guter Anfang sein. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und den Druck vorsichtig zu steigern. Ein leichtes, wohltuendes „Wohl-Weh“ darf dabei durchaus sein, solange die Massage nicht unangenehm wird.
Monika führte mit ihrer ruhigen, freundlichen und kompetenten Art durch die vier Stunden, beantwortete geduldig die vielen Fragen und gab zahlreiche praktische Tipps für die Anwendung zu Hause. Ein ausführliches Handout hilft den Teilnehmenden dabei, die Übungen später nachzulesen und in den eigenen Alltag zu integrieren.
Natürlich kamen auch die Pausen nicht zu kurz: Bei Kaffee, Getränken und leckerem Butterkuchen von der Bäckerei Wiebusch blieb Zeit für Gespräche und einen kurzen Austausch über die eigenen Erfahrungen.
Besonders schön fanden wir, dass der Workshop nicht nur Mitglieder unseres Vereins angesprochen hat. Auch externe Interessierte waren dabei. Genau das wünschen wir uns: Angebote, die Menschen zusammenbringen und ihnen die Möglichkeit geben, etwas Neues auszuprobieren.

Das Feedback fiel sehr positiv aus. Alle konnten praktische Anregungen mitnehmen, die sich ohne großen Aufwand zu Hause umsetzen lassen.

Unser Fazit: Man muss nicht viel Zeit investieren, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Manchmal reichen schon wenige Minuten, die richtige Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, auf den eigenen Körper zu hören.

Vielen Dank an Monika Gröne für diesen informativen, abwechslungsreichen und persönlichen Workshop – und natürlich an alle, die dabei waren!

Hinweis: Die Tuina-Selbstmassage kann das persönliche Wohlbefinden unterstützen, ersetzt bei Beschwerden aber keine ärztliche Abklärung oder Behandlung.

Tuina Selbstmassage